Spammails vermeiden

Icon Spam vermindern Ärgerlich! Schon wieder ist Mailbox voll mit Spam.
Nun muss man sich die Mühe machen zu sortieren, ob man nicht eventuell etwas Wichtiges dazwischen übersehen könnte. Wer kennt das nicht? Oft stehen in solchen Mails auch Hinweise mit Links, denen man folgen soll, sofern man in Zukunft keine weiteren Mails bekommen möchte.
Nur zu gerne erliegt man der Versuchung dem zu folgen, mit der Aufforderung: „Ja, laßt mich in Ruhe!”.
Doch dem sollte man auf keinen Fall nachgeben!
Die Wahrheit ist, wenn die E-Mail Adresse erst unter Spammern gehandelt wird, ist alles zu spät. Versuche Spam abzubestellen bestätigen nur, dass die Adresse nicht nur existiert, sondern auch benutzt wird. Das steigert nur die Attraktivität für Spammer, sonst nichts.

Leider kann man heute seine E-Mail Adresse nicht mehr mitteilen, ohne sicher zu sein bald darauf hoffnungslos zugespammt zu werden. Trotzdem möchte man ja auch erreichbar sein, bzw. muss man eine Kontaktadresse sogar zwingend veröffentlichen. Da gäbe es den Ausweg über mehrere E-Mail Adressen, bzw. Accounts.
Zum Beispiel drei "Spamstufen":

  1. Eine E-Mail Adresse für den ganz privaten Gebrauch, nur für nahestehende Personen, die niemals veröffentlicht wird.
  2. Eine halbprivate, die nur wenn unbedingt nötig - möglichst nicht automatisch erfassbar - veröffentlicht wird. Zum Beispiel in einem Webseiten Impressum.
  3. Öffentliche Wegwerfadresse(n). Für alles wo man sich registrieren will: Foren, Bords, was auch immer.

Zum ersten Punkt muss man nicht viel sagen. Solange man nicht eine allzu geläufige Adresse wählt, wie A.Meier@example.org, B.Müller@example.org, oder C.Schulze@example.org, sollte es gelingen verschont zu bleiben.

Der zweite Punkt ist eher für Betreiber von Webseiten von Belang. Auch hier ist etwas Kreativität gefragt. Wer info@example.org oder webmaster@example.org als Adresse wählt kann sich die Mühe sparen, sie geheim zu halten. Solche Standardadressen werden mit Sicherheit zugemüllt, sobald die Domain bekannt ist.
Eine Möglichkeit das automatische Einsammeln von E-Mail Adressen zu erschweren, ist das Kodieren in ASCII-Code. So lässt sich jedes Zeichen im Zeichensatz auch durch eine Kodierung anzeigen. „A” zum Beispiel ließe sich auch mit „A” angeben.
Kodiert man seine Adresse auf diese Weise, kann man einige einfache der Programme, die E-Mail Adressen einsammeln, wohl schon ausgrenzen. Das alleine aber genügt nicht mehr.

Daher habe ich zwei bekannte Methoden miteinander kombiniert, um meine E-Mail Adresse im Impressum anzuzeigen. Für alle Besucher mit aktiviertem JavaScript ändert sich offensichtlich nichts. Sie bekommen den mailto-Link wie gewohnt angezeigt. Dieser Link wird aber erst von ihrem Browser mittels JavaScript erstellt, so dass Adressensammler da versagen.
Der Code dafür sieht so aus:

  • <script type="text/javascript">
  • //<![CDATA[
  • function MailEinfuegen(addy, domain, tld) {
  •   document.write('<a href="mailto:' + addy + '@' + domain + '.' + tld + '">' + addy + '@' + domain + '.' + tld + '</a>');
  • }
  • MailEinfuegen("adresse", "domain", "tld");
  • //]]>
  • </script>

So taucht im Quellcode eigentlich gar keine E-Mail Adresse auf. Erst durch JavaScript wird sie sichtbar. Die „Sammler” scheinen das zumindest bisher noch nicht geknackt zu haben.
Zusammen mit der ASCII-Kodierung sollte es Spam eigentlich recht zuverlässig verhindern.
Damit man nun seine E-Mail Adresse nicht Zeichen für Zeichen selbst kodieren muß, kann man meinen Service nutzen. Eine Testadresse, die ich auf diese Weise kodiert habe, ist seit Februar 2006 spamfrei. Mal sehen wie lange noch.

Für Besucher die Javascript deaktiviert haben, bietet sich nun eine andere Alternative an. Im <noscript> Bereich wird ein kleines PHP Script includiert:

  • <noscript>
  • <?PHP include_once "hide_my_mail.php"; ?>
  • </noscript>

Das PHP-Skript „hide_my_mail.php” sieht dann ungefähr so aus:

  • <?php
  • if(empty ($_POST['showmail'])) {        //Fall Email versteckt
  •   $output = "<form action=\"{$_SERVER['PHP_SELF']}\" method=\"post\">\n";
  •   $output .= "<p>\n";
  •   $output .= "<input type=\"submit\" name=\"showmail\" value=\"E-Mail anzeigen\" />\n";
  •   $output .= "</p>\n";
  •   $output .= "</form>\n";
  •   }
  •   else {        //Fall EMail anzeigen
  •     $output = "<p>Link zur E-Mail Adresse einfügen</p> \n";
  •   }
  • echo $output;
  • ?>

Sollte nun JavaScript nicht aktiv sein, wird die E-Mailadresse erst angezeigt, nachdem das Formular einmal abgeschickt wurde, was Harvester aber zumindest momentan auch nicht vermögen. Die Kombination der beiden Methoden bringt nun maximale Benutzerfreundlichkeit mit hohen Hürden für Adressensammler zusammen. Bisher kann ich sagen, funktioniert das sehr gut.

Der letzte Punkt ist schnell abgehandelt:
Der Service von Spamgourmet (extern) oder Spambog (extern) ist einfach genial. Wegwerfmailadressen soviel das Herz begehrt. Toll!

Abschließend muss man wohl leider feststellen, dass gegen Spam kein Kraut gewachsen ist. Es stecken Netzwerke mit starken finanziellen Interessen hinter dieser Belästigung, und rund um den Globus wird damit viel Geld eingenommen. Ohne international wirksame Gesetzgebung wird wohl nicht nachhaltig dagegen vorgegangen werden können.

Was man aber machen kann ist, das Maß in dem man selbst betroffen wird, weitestgehend zu reduzieren.

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